Konferenzen

28-29 Mai 2018
Sixth annual conference on citizenship education
University of Amsterdam, The Netherlands

Konferenzbericht
Die erste Dissemination des ZuNaMI-Forschungsprojektes fand am 28-29 Mai 2018 auf der Sixth annual conference on citizenship education des Amsterdam Centre for Inequality Studies (AMCIS) in den Räumlichkeiten der Universiteit van Amsterdam statt. Im Rahmen der Konferenz konnte der Forschungsansatz des ZuNaMi-Projektes in Form eines Vortrages vor internationalen Expert*innen in Civic and Citizenship Education, im Rahmen der Session „Session 3: Inequalities of citizenship competences“ dargestellt werden. Die Konferenz selber orientierte sich an Problemstellungen und Herausforderungen, die ebenfalls für ZuNaMi eine zentrale Rolle spielen. So wurde der Fokus auf die Rolle staatsbürgerlicher Bildung gelegt, welche im Zuge lang anhaltender Diskussionen über den Beitrag von Bildung im Umgang mit Entwicklungen wie Migration, wachsender Ungleichheit und der zunehmenden Härte in öffentlichen Debatten auch fortlaufend erhöhte Aufmerksamkeit verdient. Hierbei wurde vor allem auch die kürzlich erschienene, groß und international angelegte vergleichende Studie International Civic and Citizenship Education Study (ICCS) von Kolleg*innen herangezogen und daraufhin untersucht, wie den dort dargestellten Problemlagen begegnet werden könnte. Begleitend hierzu referierten David Kerr (University of Reading) und Wiel Veugelers (University of Humanistic Studies) als Keynote-Speaker über ihre Erfahrungen und Expertise mit Politik, Praxis und Forschung im Bereich der staatsbürgerlichen Bildung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene sowie über die multiplen Ideen hinter den verschiedenen Konzeptualisierungen von Staatsbürgerkunde, staatsbürgerlicher Bildung sowie der Beziehung zwischen moralischen und politischen Aspekten in Staatsbürgerkunde und staatsbürgerlicher Bildung.
Am zweiten Konferenztag wurde im Rahmen der Session: Inequalities of citizenship competences das Forschungsprojekt ZuNaMi vorgestellt, mit Fokussierung auf die Forschungsfrage, Projektaufbau, methodischen Aufbau und erste Erkenntnisse. Das Projekt, vor allem die methodische Konzipierung der Werkstätte und die Frage nach Einbindung der Narrative in die politische Bildung, profitierte durch die intensive und gewinnbringende Diskussion mit Kolleg*innen; vor allem auch die internationalen Vernetzungsperspektiven- und Möglichkeiten sind in der Anfangsphase des Projektes entscheidend. Wir freuen uns, die bei der Konferenz gesammelten Erfahrungen, Perspektiven und Expertisen im weiteren Verlauf unseres noch Projektes zu nutzen, um in kommender Zeit, und vielleicht auch bei der Seventh annual conference on citizenship education 2019, erste spannende Projektergebnisse festhalten zu können.

 

14-16 Juni 2018
Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung, GPJE
19. GPJE-Jahrestagung
Gesellschaft im Wandel – Neue Aufgaben für die politische Bildung und ihre Didaktik!?
Johannes Gutenberg-Universität, Mainz

Konferenzbericht
Mit der 19. Jahrestagung der Gesellschaft für Politikdidaktik und politische Jugend- und Erwachsenenbildung zum Thema „Gesellschaft im Wandel – Neue Aufgaben für die politische Bildung und ihre Didaktik!?“ nahm das ZuNaMi-Forschungsteam an der zweiten Konferenz – diesmal mit Expert*innen der politischen Bildung bundesweit – teil. Die Nachwuchswissenschaftler*innen, die im Projekt promovieren erhielten die Möglichkeit, das Projekt im Rahmen einer Poster-Präsentation vor Expert*innen aus dem Bereich der politischen Bildung darzustellen und zu diskutieren. Auf der 19. Jahrestagung wurden die Vielfalt und Komplexität gesellschaftlicher Wandlungsprozesse und die damit einhergehenden Herausforderungen für Politikdidaktik und politische Bildung in den Blick genommen, um die Rolle aktueller Gesellschaftsdiagnosen für Politikdidaktik und politische Bildung zu thematisieren. Neben hochkarätigen Vorträgen der Keynote-Speaker Prof. Dr. Klaus Dörre (Friedrich-Schiller-Universität Jena) zum Thema „Landnahme – Der Finanzmarktkapitalismus und seine Grenzen“ sowie Vertr.-Prof. Dr. David Strecker (Goethe-Universitat Frankfurt) zu der Frage „Warum Gesellschaftstheorie“, nahmen ebenfalls Prof. Dr. Andrea Szukala und Prof. Dr. Tatjana Zimenkova aus dem ZuNaMi-Forschungsteam jeweils an einer Podiumsdiskussion teil. So diskutierte Prof. Dr. Andrea Szukala mit vier weiteren Kolleg*innen über gesellschaftstheoretische Begründungen in der politischen Bildung, während sich Prof. Dr. Tatjana Zimenkova mit fünf Kolleg*innen den Herausforderungen und Grenzen integrativer gesellschaftswissenschaftlicher Bildung widmete.
Der Vormittag des Freitags gehörte jedoch den Nachwuchswissenschaftler*innen welche die Chance bekamen, ihr Forschungsprojekt nach einem Kurzvortrag in Form einer Poster-Präsentation vor dem Plenum zu präsentieren. So nutzten Katarina Marej, Gerrit Tiefenthal und Kevin Brandt die Möglichkeit, ihr Poster mit dem Titel: „ZUNAMI: Zusammenhaltsnarrative zusammen erarbeiten für eine anschlussfähige politische Bildung in der Dortmunder Stadtgesellschaft“ sowie das Gesamtprojekt ZuNaMi vorzustellen und mit zahlreichen Nachwuchswissenschaftler*innen und etablierten Expert*innen der politischen Bildung ins Gespräch zu kommen. Neben dem inhaltlichen Hauptprogramm bot vor allem der informelle Konferenzteil zahlreiche Möglichkeiten für weiterführende spannende Gespräche und Vernetzung mit anderen Kolleg*innen. Inspiriert und motiviert freuen wir uns als Forschungsteam nun auf zwei weitere Konferenzen in Hamburg (ECPR General Conference 2018) und Duisburg/Essen (EARLI-SIG 13 AND INZENTIM CONFERENCE 2018) gegen Ende August.

 

15-21 Juli 2018
XIX ISA World Congress of Sociology
Toronto, Canada

Konferenzbericht
Während der Session RC03 Community Research on “Populism and Community Research” des XIX ISA World Congress of Sociology, 2018 wurde das Projektdesign und die Zielsetzung des Projektes einer internationalen Gruppe der Community Researchers vorgestellt. Die Diskussionen bezogen sich auf die Rekrutierung der Teilnehmenden, die Entwicklung der Community mithilfe der partizipativen Forschung und Vor- und Nachteilen der künstlichen Zusammensetzung der Werkstätte. Die Notwendigkeit der Vernetzung mit intentionalen Gruppen der Community Researchers wurde durch die Diskussion deutlich. Ferner wurden die ersten Absprachen in Bezug auf die kontinuierliche Etablierung der Diskussion über die Methoden und die Voraussetzungen der partizipativen Forschung geführt. Der Vortrag wurde entwickeln von Frau Prof. Dr. Zimenkova und Frau Prof. Dr. Szukala, damit die beiden Perspektiven: die theoretisch-vergleichende und die empirische abgebildet werden konnten.

 

22-25 August 2018
European Consortium for Political Research, ECPR
ECPR General Conference 2018
Hamburg

Konferenzbericht
Die internationale Vernetzung mit Politikdidaktiker*innen im Rahmen der politikwissenschaftlichen Forschung ist einer der Eckpfeiler der Disseminationsstrategie von ZuNaMi. Frau Prof. Dr. Szukala war erfolgreich in der Beantragung sowie Organisation einer Session mit dem Titel „Active Citizenship as a Context and a Challenge for Citizenship Education Practices Inside and Outside Schools“ im Rahmen des European Consortium for Political Research, ECPR General Conference 2018, 22-25 August 2018 in Hamburg.

Während der Session konnten die ersten theoretischen Überlegungen des Projektes durch das Teilprojekt der WWU Münster, unterstützt durch die ersten Beobachtungen aus den Werkstätten, die durch die Projektpartner*innen der TU Dortmund und der AGNRW bereit gestellt waren, präsentiert und mit einem internationalen Expert*innenpublikum diskutiert werden.

 

27-29 August 2018
Interdisziplinäres Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, InZentIM
EARLI-SIG 13 AND INZENTIM CONFERENCE 2018
Migration, Social Transformation, and Education for Democratic Citizenship
Universität Duisburg-Essen

Konferenzbericht
Unter dem Titel „Migration, Social Transformation, and Education for Democratic Citizenship” nahm das ZuNaMi-Forschungsteam bereits an der vierten gemeinsamen Konferenz teil um zum einen den aktuellen Forschungsstand des ZuNaMi-Projektes in einem Vortrag vorzustellen aber auch um durch aktiven Austausch neue Eindrücke und Forschungsansätze von Kolleg*innen gewinnen zu können. Die diesjährige Konferenz richtete ihre allgemeine Fragestellung, wie der Titel bereits vermuten lässt, auf die Herausforderungen für die politische Bildung angesichts globaler Migrationsbewegungen, fortscheitenden Globalisierungsprozessen sowie dem Anstieg nationalistischer Strömungen. Hierzu referierten im Rahmen eines Keynotes hochkarätige Expert*innen wie James A. Banks (University of Washington) zum Thema „Failed Citizenship and Transformative Civic Education in Immigration Societies“ sowie Joel Westheimer (University of Ottawa) mit „What Kind of Citizen?“ und der Fragestellung, welches Bild von Citizenship (Bürgerschaft) eigentlich durch politische Bildung bzw. citizenship education vermittelt werden solle.
Prof. Dr. Andrea Szukala und Katarina Marej aus dem ZuNaMi-Forschungsteam stellten in der Paper Session 5 „The Transformative Power of Narrative Approaches“  projekteigene, theoriebasierte Grundannahmen und Ansätze von ZuNaMi vor um im Anschluss eine intensive und gewinnbringende Diskussion mit Kolleg*innen über die Bedeutung  von Narrativen in Bildungsprozessen zu führen. Zwischen den einzelnen Sessions konnte die Zeit für weiterführende Gespräche mit Kolleg*innen sowie für internationale Vernetzungsmöglichkeiten genutzt werden. Darüber hinaus ermöglichte uns eine Poster-Ausstellung von Nachwuchswissenschaftler*innen zahlreiche interessante Einblicke in weitere Forschungsprojekte. Inspiriert durch die gewonnenen Eindrücke und den regen Austausch mit Kolleg*innen freuen wir uns darauf, in den ZuNaMi-Projektphasen weiter voranzuschreiten um auf kommenden Konferenzen über die von uns gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse berichten zu können.

 

06. September 2018
Vernetzungstagung: Resonanzräume erforschen und transformieren – Demokratie stärken und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.
Universität Bremen

Tagungsbericht
Im Rahmen der ersten Vernetzungstagung der Forschenden aus der BMBF-Förderlinie „Zusammenhalt stärken in Zeiten von Krisen und Umbrüchen“ konnte der Forschungsansatz des ZuNaMi-Projektes erstmals vor Kolleg*innen aus derselben Förderlinie vorgestellt und diskutiert werden. Die Einladung erfolgte durch das RESet-Forschungsteam (Resonanzräume erforschen und transformieren. Ein Vorhaben zur Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts) unter der Leitung von Herrn Dr. Philipp Gies, welches zu Resonanzräumen anhand biografischer und gesellschaftlicher Brüche forscht um neue Bildungsformate für die Stärkung der Demokratie und des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu entwickeln um somit einen Gegenentwurf zu Tendenzen der Isolation, Apathie und Radikalisierung anzubieten. Mit Demokratieferne Auffassungen in einer Kommune als Herausforderung für sozialräumliche Demokratieentwicklung lieferte ein weiteres Projekt der Förderlinie hochspannende Einblicke in die Ursachen für die Entstehung demokratieferner Auffassungen in einer Kommune am Beispiel des Berliner Bezirks Marzahn-Hellersdorf. Hierbei konnten bezüglich des ZuNaMi-Projektes spannende methodische Parallelen gezogen werden woraus sich interessante Gespräche ergaben. Darüber hinaus lieferte insbesondere das Team des Forschungsprojektes „Tinder die Stadt“ – Software-bezogene Szenarien zur Überwindung der Krise mediatisierter Öffentlichkeit in Stadt und Umland aber auch RESet einen weiteren und überaus interessanten Aspekt wenn es um gesellschaftlichen Zusammenhalt geht, nämlich die Rolle des Digitalen. So zielt „Tinder die Stadt“ auf eine gemeinsam mit Bürger*innen erarbeitete, innovative mobile Nachrichten- und Informations-App für junge Leute in der Stadt und im Umland während ein Projektzweig von RESet ebenfalls gedenkt, digitale Tools in im Rahmen von Bildungsangeboten und -maßnahmen zu entwickeln. Das ZuNaMi-Team, vertreten durch Prof. Dr. Tatjana Zimenkova, Gerrit Tiefenthal und Kevin Brandt nutzte ebenfalls die Gelegenheit, das ZuNaMi-Forschungsprojekt vorzustellen und zu diskutieren. Hieraus ergaben sich äußerst gewinnbringende Gespräche sowie weiterführende Vernetzungen um zukünftig einen regen Austausch über Forschungsstand und Methoden zu fördern. Das ZuNaMi-Team bedankt sich herzlich bei den Organisator*innen des RESet-Teams für ein spannendes, angenehmes und freundliches Vernetzungstreffen und wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen.

 

29-30 Oktober 2018
FGW Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (e.V.)
NRW-Dialogforum 2018 – Zusammenhalt in der digitalisierten Gesellschaft
Track: Rechtes Denken, Rechte Räume? Zusammenhänge zwischen lokalen Kontexten, digitaler Kommunikation und demokratiefeindlichen Entwicklungen
Düsseldorf

Konferenzbericht
Auf dem NRW-Dialogforum 2018 organisiert vom FGW Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (e.V.) unter dem Titel „Zusammenhalt in der digitalisierten Gesellschaft“ wurde das ZuNaMi-Projekt, vertreten durch Kevin Brandt (TU Dortmund) und Gerrit Tiefenthal (AGNRW), vorgestellt. Im Gegensatz zu 2017 stand in diesem Jahr nicht das Projektdesign im Fokus sondern die bereits gewonnenen Erkenntnisse, Disseminationen sowie Methode und erste Ergebnisse. Anhand der inhaltlichen Ausrichtung des Dialogforums und unseres Tracks (Rechtes Denken, Rechte Räume? Zusammenhänge zwischen lokalen Kontexten, digitaler Kommunikation und demokratiefeindlichen Entwicklungen) ergaben sich zahlreiche Vernetzungsmöglichkeiten konstruktive Gespräche sowie die Möglichkeit, das Projekt ZuNaMi im Rahmen unseres Vortrages mit Expert*innen der Wissenschaft und zentralen Akteur*innen aus Kommunal- und Landesinstitutionen zu diskutieren. Ferner konnten wir, aufbauend auf die gewonnenen Perspektiven während des Vernetzungstreffens in Bremen, weitere Ansätze in Bezug auf die Verwendung digitaler Tools zur Förderung möglicher Strategien und Maßnahmen für eine zusammenhaltsstiftende Demokratieförderung festhalten. Neben inhaltlicher und methodischer Vernetzung ist darüber hinaus seitens des FGW´s ebenfalls ein projektübergreifender Sammelband im Gespräch, wo ZuNaMi ebenfalls einen Beitrag leisten würde.