Kooperationszonzept ZuNaMi

Projektleitung

Projektleitung: Professorin Dr. Andrea Szukala, Westfälische Wilhelms-Universität Münster/Institut für Soziologie. Professur Fachdidaktik der Sozialwissenschaften Educational Governance für politische Bildung und fachdidaktische Wissensforschung. Unterrichtsentwicklung und Materialentwicklung (Projekte der Bundeszentrale für Politische Bildung); Sprachsensible Schulentwicklung (Stiftung MERCATOR, Projektleitung Phase 2): Implementationsstrategien von Change-Konzepten; Internationale Kooperationen, geb. in Dortmund.

Projektpartnerin: Juniorprofessorin Dr. Tatjana Zimenkova, TU Dortmund/ Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr- /Lernforschung. Professur für Diversität und Differenz in den Fachdidaktiken sowie der Schul- und Unterrichtsforschung
Professionsforschung und Lehrer_innenbildung, Schwerpunkt in Diversitäts- und Teilhabeforschung, Differenzlinien in der politischen Bildung, Methodenspezialisierung für Gruppendiskussion, Grounded Theory und Sequenzanalyse, inklusive Moderationstechniken. Internationale Kooperationen.

Praxispartner: Auslandsgesellschaft NRW (AGNRW, gegr. 1949, 22 Mitarb.) in Dortmund, vertreten durch Geschäftsführer Martin Loberg
Vernetzungsgrad im Feld der (kosmo-)politischen Bildung in und mit der Stadt Dortmund/ Zivilgesellschaft und Politik; neuer Fokus auf Bildungsprozessen für eine lokal inklusive und international vernetzte Stadtgesellschaft (Bürgerforum „Nord-Süd“, „Dortmund all-inclusive“); Bedarf an wissenschaftlicher Begleitung bei nachhaltigem konzeptionellen Transformationsprozess.

Kooperationskonzept ZuNaMi

Das Projekt ZUNAMI zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: Schlanke Struktur, kurze Wege, Praxis- und Produktorientierung, hohe Feldaffinität und Commitment, breite nationale und internationale Vernetzung sowie ein Disseminationspotenzial hoher Reichweite. Die Zusammenarbeit beruht vor allem auf den hochgradig komplementären Fähigkeiten der Beteiligten. Der Praxispartner AGNRW stellt hierzu nicht nur die zentrale Plattform für die Gestaltung und Einbettung der Werkstätten sowie den Transfer dar, sondern hat mit seiner Bedarfsanalyse an der Projektentwicklung maßgeblich mitgewirkt. Das Ergebnis von ZUNAMI wird hier zu einer Reorientierung der Organisation im Feld der zusammenhaltpolitischen Bildung in der Dortmunder Stadtgesellschaft beitragen. Für die Auslandsgesellschaft werden im Projekt anwendungsorientiert gesellschaftliche Zusammenhaltsnarrative für die politische und gesellschaftliche Bildung in einer multikulturellen Stadtgesellschaft erarbeitet. Zugleich wird ein auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittenes Konzept für die Weiterentwicklung der AG und ihrer Mitarbeiter_innen als einem zentralen Ort der politischen und gesellschaftlichen Bildung in der Stadt Dortmund entwickelt, die durch eine starke sozialräumliche Segregation und krisenhafte Umbrüche gekennzeichnet ist. Die beiden universitären Partnerinnen sind nicht nur im Bereich für die „3rd Mission“ als Sozialwissenschaftlerinnen dem Anliegen verpflichtet, durch sozialwissenschaftliche Forschung zur positiven Entwicklung der heterogenen deutschen Gesellschaft beizutragen. Die Kooperation basiert vor allem auf wissenschaftlicher Komplementarität bei gleichem gegenständlichen Fokus auf Zusammenhaltsnarrative: Das gilt zum einen für den Standort TU Dortmund mit Bezug auf soziologisch-vorfindliche Narrative in Kontexten von Diversität, die durch rekonstruktive Sozialforschung sichtbar gemacht werden können; das gilt zum anderen für den Standort WWU Münster, wo in international vergleichender Perspektive die Didaktisierung von Zusammenhaltsnarrativen in der politischen Bildung beforscht wird.